Reisebericht Grenzregion morgen- und abendländische KulturUnser diesjähriger Reiseflug mit dem Vereinsflugzeug Piper PA 28, Kennung D-EHFA, sollte uns in die Grenzregion morgenländischer und abendländischer Kultur führen: nach Andalusien und in den Nordwesten Marokkos. Gewaltige Moscheen und Kathedralen, Festungen aus der Zeit des Islams in Spanien, aber auch christliche Kirchen in Casblanca beeindrucken als architektonische Überlieferungen der Geschichte.

 Unser Flug führte uns zunächst an die Ardeche nach Aubenas, wo ein Freund uns zu einer ausgiebigen Rundfahrt durch seine Weingärten einlud. Das nächste Tagesziel war Ampuriabrava. Danach ging es über dem Mittelmeer entlang der Küste an Barcelona und Valencia vorbei mit Zwischenlandung in Alicante-Muchamiel nach LaAxarquia bei Malaga. Ein Flugreise-Bericht von Hans Helmut Kassing und Friedrich Bäder...

 

Da zunächst außer demFlugleiter/Tankwart kein Mensch zu sehen war, nahmen uns schließlich zwei ortsansässige  Fliegerkameraden mit nach Torox in ein Hotel. Das Abendessen erweiterte sich zu einem phantastischen Flamencoabend mit drei Tänzerinnen und einem Tänzer. Mit einem Mietwagen besuchten wir in den folgenden Tagen Ronda mit seinen berühmten Brücken, Granada mit der Alhambra und die gewaltige Tropfsteinhöhle von Nerja. Zum Weiterflug nach Marokko mussten wir einen "Airport of entry" anfliegen, um Zoll und Passkontrolle abzuwickeln. Der Tankwart fragte uns vor dem Beginn des Füllens nach unserer VAT-Nbr. (Mehrwertsteuer-Nr.) Ich erklärte ihm, daß ich als Ruheständler keine habe. Darauf wickelte er den Tankschlauch wieder auf und fuhr davon. Spanienflieger, die auf größeren Flugplätzen landen wollen, sollten sich neuerdings die Mehrwertsteuer-Nr. des Vereins notieren! (Auf kleineren Flugplätzen haben wir diese Erfahrung bisher nicht gemacht). Zum Glück langte der Kraftstoff noch für den Flug über die Straße von Gibraltar bis nach Tanger. Die dortige AVGAS-Tankstelle besteht aus einem Fass auf einem kleinen Einachsanhänger. Die Pumpe wird von einem Verbrennungsmotor angetrieben,der kräftezehrend und mit Ausdauer mit einem Riemen angeworfen wird und dann qualmend seinen Dienst verrichtet.

Eine auf dem Rücken liegende E-Klassemaschine motivierte uns, die D-EHFA für die kommenden Tage mit besonderer Sorgfalt zu vertauen. Beeindruckend war der Fischereihafen, in dem gerade mehrere Dutzend kleine Fischerboote ihren Fang anlandeten und in dem bunten Treiben lautstark zu verkaufen suchten, ferner die große Moschee und die Medina mit den engen Gassen und dem lebhaften Handel und Gewerbe. Der Weiterflug nach Casablanca war nur im ersten Teil entlang der Atlantikküste möglich, weil "der König in Rabat weilte". So mußten wir den Weg über die Meldepunkte ASILA, IBDIR, TIFLET, BAKRA und KOSAD nehmen, die zum Teil in der offenen Landschaft ohne besondere Merkmale liegen, was aber problemlos gelang.Die direkt am Atlantik gelegene Grande Mosquee Hassan II mit den sie umgebenden ausgedehnte Säulenhallen und die Ancienne Medina sind einige sehenswerte Schwerpunkte der Stadt.

Auf dem Heimflug machten wir noch einen Tankstop mit Passkontrolle usw. in Tanger und landeten in Sevilla. Nach einer Stadtrundfahrt besuchten wir zu Fuss die Plaza de Espania, in der sich alle spanischen Provinzen darstellen, die Kathedrale usw.. Friedrich hatte sich inzwischen eine Mehrwertsteuer-Nr. beschafft und so gab es hier und auch in Madrid-Cuatro Vientos beim Tanken keine Probleme. Der Rückflug erfolgte über Biarritz, Orleans und Nancy.

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