Detmold, 30. April 2017

Nicht mehr zum Platz geschafft - Foto: Torben Gocke Mit dem Schrecken davon gekommen sind die beiden Insassen eines Segelflugzeuges, das am Sonntag gegen 17.20 Uhr in der Detmolder Innenstadt bei einer sogenannten "Außenlandung" - eine Landung außerhalb eines Flugplatzes - völlig zerstört worden ist. Das Segelflugzeug, eine Schleicher K 7 Rhönadler, verfing sich in den Ästen eines Baumes und fiel anschließend mehrere Meter tief. Zum Glück blieb das Cockpit unversehrt. Die beiden Insassen, der 30-jährige Pilot aus Detmold und sein 21-jähriger Fluggast aus Bünde, konnten das Flugzeugwrack selbständig und äußerlich nahezu unverletzt verlassen.

"Außer ein paar Beulen und Schrammen ist ihnen offenbar nichts passiert", erklärte ein Polizist auf Anfrage. Rettungskräfte kümmerten sich um die beiden Männer, die unter Schock standen. Das Flugzeug vom Typ "Schleicher K7 Rhönadler" mit einer Spannweite von 16 Metern ist durch den Aufprall völlig zerstört worden. Wie die Polizei berichtet, wollte der Pilot kurz nach dem Windenstart vom Flugplatz Detmold-Hohenloh nach einer kleinen Flugplatzrunde wieder auf dem Rollfeld landen, merkte jedoch schnell, dass er es nicht zurück schaffen würde. In der Innenstadt entdeckte der Detmolder zwischen der Blomberger Straße und der Brunnenstraße eine freie Sport-Spielplatzfläche, auf der er eine Sicherheitsaußenlandung durchführen wollte. Im Landeanflug wurde der Segelflieger plötzlich von einer heftigen Böe erfasst und berührte mit einer Tragfläche einen Baum. Die Maschine driftete herum, schlug auf dem Boden auf und blieb in einer Böschung vor einer Mauer liegen.

Der 30-jährige Pilot des Flugzeugs ist nach Angaben von Volker Sabadschus vom Luftsportverein Detmold ein erfahrenes Mitglied und zudem Fluglehrer. Er war nur sechs Minuten vor der Havarie an der Brunnenwiese in Hohenloh gestartet. Sabadschus hatte Sonntag die Luftaufsicht in Hohenloh und betreute rund 30 Segelflugzeugstarts. Laut Sabadschus ist der Niedergang des Fliegers kein Absturz. Der Pilot habe sich bewusst für den Sportplatz als Landeort entschieden, nur sei die Wiese möglicherweise zu kurz gewesen. Den Wert des Flugzeugs bezeichnet ein Mitglied des Luftsportvereins auf "einige Tausend Euro". Der zweisitzige Flieger sei zwar mehrere Jahrzehnte alt, aber technisch völlig in Ordnung gewesen. Vor kurzen habe er eine große Prüfung bestanden.

Der 1934 eröffnete Flugplatz Hohenloh in Detmold ist ehemaliges britisches Militärgelände. Dort starten seit 1999 auch Motorflugzeuge und Motorsegelflieger. Der Luftsportverein Detmold zählt rund 175 Mitglieder. Die genaue Unglücksursache wird jetzt von Experten vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA, Braunschweig) untersucht.

Quelle: Lippe Zeitung LZ.de

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